CETLALIC...verteidigt die Menschenrechte


Barbara Zamora, Anwältin und Verteidigerin der Indígena- und Bauernrechte, Gewinnerin des 13. Don-Sergio-Méndez-Arceo-Menschenrechtspreises 2005



Eine Sonderauszeichnung wurde 2005 der Limonadenkooperative Boing für ihren Kampf gegen Coca-Cola und für die Arbeiterrechte verliehen



Die Familien von CETLALIC sind immer dabei, wenn es an die Verleihung des Don-Sergio-Méndez-Arceo-Menschenrechtspreis geht



Die Frente Civico ProCasino de la Selva, GewinnerInnen des 12. Don-Sergio-Méndez-Arceo-Menschenrechtspreises 2004. Die Frente wurde für ihren Kampf gegen die COSTCO-Gesellschaft und für ihre Verteidigung des reichhaltigen naturellen und kulturellen Erbes des Bundesstaates Morelos ausgezeichnet.

 


Frauen für Mexiko aus Chichuahua, Gewinnerinnen des 11. Don-Sergio-Méndez-Arceo-Menschenrechtspreises 2003

 


Ofelia Medina, Gewinnerin des Don-Sergio-Méndez-Arceo-Menschenrechtspreiess 1995, mit CETLALIC-MitarbeiterInnen

 

 

 

 


Morelos ist als einer der politisch aktivsten mexikanischen Bundesstaaten bekannt. Seine - unsere - Geschichte geht zurück bis in die prähispanische Zeit, als der Nahua-Stamm der Tlahuicas in dieser Gegend siedelte. Viele der Tlahuicas arbeitetenauf den Zuckerrohrplantagen des Conquistador Hernan Cortés. Später, während des Unabhängigkeitskrieges, gab es die Belagerung Cuautlas durch den Mulattenpriester von Michoacán, José María Morelos y Pavón, der dem Staat seinen Namen gab. Morelos´ an Aktivismus reiche Geschichte wird vielleicht am besten durch die Kämpfe der bewaffneten Bauern unter der Führung des Generals Emiliano Zapata während der mexikanischen Revolution illustriert.

Don Sergio Mendez Arceo, VII. Bischof von Cuernavaca (1952 - 1982), kämpfte sein Leben lang für die Menschenrechte in Mexiko und Lateinamerika. Er erließ das erste Dekret zur Exkommunikation von Personen, die am abscheulichen Verbrechen der Folterungen beteiligt waren.

Auch die Befreiungstheologe und christliche Basisgemeinden spielen eine wichtige Rolle im politischen Aktivismus unseres Staates. Der siebte katholische Bischof der Diözese Cuernavaca, Monsignore Sergio Méndez Arceo, war ein Visionär der Befreiungstheologie und ein standhafter Fürsprecher der christliche Basisgemeinden. Der in Morelos geführte Kampf für unabhängige Gewerkschaften erregte landesweites Aufsehen, und die von Don Sergio geübte solidarische Unterstützung des gewerkschaftlichen Kampfes ist wohlbekannt.

Wegen seines einfachen und kämpferischen Lebensstils wurde Méndez überall als ein Bischof anerkannt, der die gerechte Sache vertrat und sich gegen autoritäre Strukturen wandte. Seine Bevorzugung der Armen war weithin bekannt, und er wurde deswegen von seinen Feinden “der rote Bischof”, “der kommunistische Bischof” oder “der Guerilla-Bischof” genannt. Aber für die, die sich mit ihm identifizierten, wird er immer Don Sergio, der Vater der Solidarität, bleiben.

CETLALIC wurde aus der mexikanischen Solidaritätsbewegung für Zentralamerika geboren, und Don Sergio unterstützte uns von Anfang an.

CETLALIC ist mehr al seine Sprachschule und unterscheidet sich von den ca. 30 anderen Sprachschulen in Cuernavaca. Wir sind ein Projekt, welches wegen unserer alternativen Ausrichtung anders ist: Unser Einsatz für soziale Gerechtigkeit, unsere Geburt aus der mexikanischen Solidaritätsbewegung für Zentralamerika - insbesondere El Salvador -, unser Einsatz für die Schaffung einer gerechteren Welt, unsere Verankerung in den Bewegungen für Gerechtigkeit und gegen die neoliberale Globalisierung, unsere Betonung der menschlichen Werte – Respekt, Toleranz, Brüder-/Schwesterlichkeit, Solidarität, Frieden, Vielfalt, Integration und mehr.

Bei CETLALIC versuchen wir, während des Unterrichts Informationen weiterzugeben und das Bewußtsein zu heben.

Am 17. April 1981 exkommunizierte Méndez alle, die Folter praktizieren:

  • “Diesen Karfreitag 1981, in Ausübung meines Amtes als Pastor, ein Diener des Lebens und der Würde der Menschheit, dekretiere ich die Bestrafung der Exkommunikation der Folterer…”
  • “Eine der schlimmsten Formen, mittels derer man den kleinsten Bruder verletzen kann… sein Leben, seine Unversehrtheit und Würde, ist die Folter, psychisch genauso wie psychologisch…”

Seit 1993 haben verschiedene Organisationen den Don-Sergio-Méndez-Arceo-Menschenrechtspreis unterstützt. Preisträger können Organisationen und Individuen sein, welche sich durch außergewöhnlichen Mut bei der Verteidigung der und dem Kampf für eine Kultur der Achtung der Menschenrechte in unserem Land auszeichnen.

Gewinner des landesweit ausgeschrieben Preises

1993 Monsignore Don Samuel Ruíz (Diözese San Cristóbal de las Casas, Chiapas) und Doña Rosario Ibarra de Piedra (Comité Eureka), Mexiko, D.F.
1994 Pater Miguel Concha Malo, Mexiko, D.F.
1995 Ofelia Medina (Schauspielerin), Mexiko, D.F.
1996 Don José Alvarez Icaza (CENCOS), Mexiko, D.F.
1997 Brigadegeneral J. Francisco Gallardo (in diesem Jahr imGefängnis), Mexiko, D.F.
1998 Bürgerrechtsbewegung “Las Abejas” aus Chiapas
1999 Alle TeilnehmerInnen des Nationalen Rates für die Anerkennung der Rechte der indianischen Völker und das Ende des Vernichtungskrieges
2000 Monsignore José Raúl Vera López
2001 Teodoro Cabrera und Rudolfo Montiel (Bauern und Umweltschutzaktivisten, in diesem Jahr imGefängnis), Petatlán, Guerrero
2002 Catolicos por el Derecho a Decidir, Mexiko, D.F.
2003 Mujeres por México aus Chihuahua, Chihuahua.
2004 Frente Civico Pro Defensa del Ex Casino de la Selva, Cuernavaca, Morelos
2005 Bárbara Zamora (Anwältin des Buffet Tierra y Libertad), Mexiko, D.F.
   

Eine Auswahl der Organisationen, welche diese Auszeichnung unterstützen:

  • Grupo de Estudio y Reflexión de Cuernavaca, Morelos
  • Centro de Derechos Humanos Don Sergio de Tejalpa, Jiutepec, Morelos
  • Grupo Sacerdotes Amigos de Don Sergio, de Cuernavaca, Morelos
  • Centro de Mujeres CIDHAL AC, de Cuernavaca, Morelos
  • Centro Nacional de Comunicación Social (CENCOS) de México, DF
  • Secretariado Internacional Cristiano de Solidaridad con América Latina (SICSAL) de México DF
  • Centro Antonio Montesinos (CAM) de México DF
  • Comité de Solidaridad Monseñor Romero, de México, DF
  • Academia Mexicana de Derechos Humanos AC (AMDH) de México, DF
  • Desarrollo Económico Social de los Mexicanos Indígenas (DESMI) de San
  • Cristóbal de las Casas, Chiapas.
  • Centro de Derechos Humanos “Fray Bartolomé de las Casas, de San Cristóbal de las Casas, Chiapas.
  • Ciudadanos en Acción por los Derechos Humanos (CADHAC) de Monterrey, NL
  • Instituto Mexicano para el Desarrollo Comunitario (IMDEC) de Guadalajara, Jalisco.

Und NATÜRLICH das Tlahuica-Zentrum für Sprachen und interkulturellen Austausch – CETLALIC!

 

 

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